Der Teppichkäfer

Zu den häufigsten Mitbewohnern einer Wohnung gehört der Teppichkäfer oder auch Braunwurz-Blütenkäfer genannt. Dieser niedliche Käfer, in der Struktur dem Marienkäfer ähnlich, gehört zur Familie der Speckkäfer und kann sich über seine Verwandtschaft dem Wollkrautblütenkäfer nicht beklagen, denn sie alle verfügen über einen großen Hunger an den bei uns so beliebten Teppichen.

Teppichkäfer

Anthrenus scrophulariae

Wie muss man sich ein Insekt vorstellen, das Teppiche frisst?

Eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Marienkäfer ist unverkennbar. Auch von der Größe her passen sie gut zusammen. Der Käfer ist ca. 3 – 4,5 Millimeter lang. Die Grundfarbe des Käfers ist schwarz, bedingt durch seine Schuppen wirkt er etwas farbenprächtiger. Offensichtlich legt der Teppichkäfer auch viel Wert auf sein Äußeres, was das durchgehende rote Band entlang seiner Flügelnaht mit drei leicht angedeuteten hellen Querbändern auf den Deckflügeln deutlich zeigt. Am Rand der Deckflügel können auch weitere rote Schuppen sein Äußeres zieren.

An den Seiten gibt es ein hell und Rot gefärbtes Halsschild. Neben der Variante in Rot, gibt es auch Teppichkäfer mit einer gelben Färbung, bei denen die Unterseite ebenso mit Schuppen bekleidet, bunt gemustert ist. Weiterhin ist er mit einem elfgliedrigen Fühler ausgestattet, von denen bilden die letzten drei Glieder eine Keule. Die Teppich-Larven erreichen eine Länge von rund sechs Millimeter, wobei der Körper des noch fehlenden Panzers stattdessen dicht behaart ist und zusätzlich noch ein paar Pfeilhaare aufweist.

Vorkommen:

Teppichkäfer finden sich weltweit überall zu Hause, das einzige was sie nicht lieben, sind kalte Regionen. So kommen Sie im hohen Norden auch nicht vor. Die Eindringlinge lieben Menschen und so findet man sie meist in der menschlichen Umgebung. In menschlicher Nähe findet man sie das ganze Jahr, ansonsten gestaltet sich ihre Flugbereitschaft von Mai bis Juli, in der Zeit legen sie auch Ihre Eier ab. Überwiegend leben sie in Häusern, aber auch im Freiland. Bevorzugt leben die Käfer zwischen den Fußboden-Dielenritzen und fressen unter anderem auch Haare. Zu finden sind sie überdies auch in Kleiderschränken, in der Wäschetruhe und unter Wollteppichen. Dort bewegen sie sich relativ inkognito, hingegen man sie gut erkennt, wenn sie auf der Fensterbank ausruhen oder an der Fensterscheibe kleben.

Lebensweise der Braunwurz-Blütenkäfer:

Da sie sich nicht nur in der Wohnung aufhalten, sondern auch im freien zu finden sind, sind Ihre Essgewohnheiten durchaus abwechslungsreich, denn in freier Wildbahn ernähren sich die Käfer von Nektar und Blütenpollen, sowie weißblühenden Pflanzen. Dazu gehören: Eberesche – Weißdorn und Doldengewächse. Überall wo sich Produkte von Tieren befinden, bzw. chitinreiche und Keratin-Stoffe, wie zum Beispiel vertrocknete Insekten, Federn oder Haare. Sind sie dieser Speisen sehr angetan und erinnern sich gerne an den Geschmack von Wolle und Textilien. In der Natur entwickeln sich die Larven unter der Baumrinde oder in Vogelnestern, eher selten auch in Nestern von Säugetieren. Sehr gerne und hauptsächlich schlüpfen die Tierchen aus Vogelnestern an Häusern in die Wohnung.

Die frisch geschlüpften Tiere, die ausschließlich im Frühjahr schlüpfen, werden vom Licht angezogen, während die Larven sehr verdeckt und versteckt leben und sich im Hause an Wollteppichen satt fressen. Es können Monate vergehen, bis sich die Larven verpuppen. Die Weibchen suchen zur Eiablage dunkle Bereiche, wo sie an Fleischresten von toten Tieren in mit Federn gepolsterten Vogelnestern ca. 10 bis 20 Eier ablegen.

Welche Auswirkungen hat dieser Käferbefall?

Wie auch bei den Kleidermotten ist nur die Larve schädlich. Die Teppichlarve vergreift sich lediglich nur an den Haaren und Federn von Tieren und Vögel, weil sich darin eine Keratinsubstanz befindet, die von den Larven bevorzugt wird. Daher erstreckt sich der von den Larven angerichtete Schaden auf Pelze – Teppiche – Bettfedern – wollene Kleidungsstücke, sowie Rosshaarfüllungen in Matratzen und Polstermöbeln. Eine gute Nachricht ist, dass sie sich nicht an Stoffen pflanzlicher Herkunft, wie Zellwolle – Baumwolle – Leinen – Kunstseide usw. zu schaffen machen.

 

Welchen Schaden richten die Schädlinge an?

Käfer die Teppiche befallen sind Hygieneschädlinge und Textilschädlinge. Ebenso wie die Kleidermotte fressen die Larven Löcher in Wollteppiche oder Textilien mit Wolle. Vorsicht geboten ist vor den Pfeilhaaren der Larven. Diese können auf der Haut allergische Reaktionen hervorrufen. Bei empfindlichen Personen können sich auf der Haut juckende Quaddeln bilden, ähnlich einem Mückenstich, wenn sich die Pfeilhaare der Larve in die Haut bohrt. Dieser Umstand kann auch zu Atemwegreaktionen führen.

Wie kann man sich schützen?

Vor einem Befall gibt es quasi keinen Schutz, da die Eindringlinge im Frühjahr von außen ins Haus kommen. Finden die hungrigen Eindringlinge dann im Haus Wollprodukte, die logischerweise überall im Haus zu finden sind, legen sie dort Ihre Eier ab, wo sich die Larven gut entwickeln können. Um zumindest die Invasion etwas zu stoppen, sollten die Dielenritzen permanent gründlich ausgesaugt werden, auf denen sich Haare ansammeln können und den Larven einen versteckten Nährboden bieten. Weiterhin sollten Wolltextilien und Wollteppiche allgemein und in dunklen Bereichen des Öfteren abgesucht werden.

Wie lassen sich die Teppich-Schädlinge am besten bekämpfen?

Lassen sich Spuren am Teppich oder der Wollkleidung erkennen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Teppichlarven. Diese können dann nur von einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen /Kammerjäger bestimmt werden. Diese Fachleute erkennen die unterschiedlichen Käferarten und können so eine optimale Bekämpfung gewährleisten.

Zwar sind Teppichkäfer in Ihrer bunten Vielfalt recht hübsch anzusehen und vor allem auch in der Natur durchaus nützlich, aber in der Wohnung oder im Haus sind die Schädlinge absolut eine unerwünschte Plage, bei der nicht nur die Wollsachen und Teppiche in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern sie stellen auch eine Gefahr für die Gesundheit dar. Aus diesem Grund ist es nicht nur ratsam, sondern auch erforderlich, eine rechtzeitige Bekämpfung der Teppichschädlinge vorzunehmen.

Maßnahmen:

Es hilft schon, wenn man vorbeugend ätherische Öle oder Lavendel in kleinen Behältnissen zur Wäsche legt, auch Zedernholz hilft, muss jedoch in Abständen angerieben werden, damit das Aroma freigelegt wird. Im Schrank sollte nur saubere Wäsche untergebracht werden. In einer Teppichwäscherei kann dort der Teppich speziell imprägniert werden.

Immer wieder die Schränke und sonstigen Behältnisse des Öfteren aussaugen, vor allem auf die Ecken und Ritzen achten. Hilft es bei der Kleidung nicht, sollten die Kleidungsstücke bei minus 22° für 2 bis 7 Tage eingefroren werden. Wichtig auch: Staubwedel, Putztücher usw. nicht vergessen. Weiterhin helfen Schlupfwespen gegen die Teppicheindringlinge. Die Wespeneier werden von den Wespen in die Eier der Teppichkäfer abgelegt, die dann absterben.

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